Mittelfranken

Weißwurst meets Falafel

Interkultureller Frühschoppen am Höchstadter Kellerberg

Bereits zum zweiten Mal gab es in Höchstadt einen interkulturellen Frühschoppen. Wie im vergangenen Jahr hatte die Stadt Höchstadt gemeinsam mit Musiggfabrigg, Kellerbergverein, Fränkischer Tag, Helfende Hände Höchstadt, Helferkreis der Stadt Höchstadt und dem P-Seminar „Integration“ des Gymnasium Höchstadt zum Petersbecks an den Kellerberg geladen. Umrahmt von der Live-Band Acoustec trafen sich Einheimische und Asylsuchende aus aller Welt. Bei herrlichem Wetter wurden gemeins äthiopische, syrische und deutsche Speisen genossen und gute Gespräche geführt.

Interkultureller Frühschoppen
Kellerberg Höchstadt Aisch
Interkultureller Frühschoppen Höchstadt
Kellerbergvorsitzender Karsten Wiese begrüßt Gäste der Jungen Liste Höchstadt
Christian Enz am Kellerberg
Kellerberg-Gedeck
Kellerberg Höchstadt
Karsten Wiese verabschiedet die internationalen Gäste.
Regina Dukart und Jeanette Exner beim Interkulturellen Frühschoppen
Bürgermeister Gerald Brehm beim Interkulturellen Frühschoppen

    Immer wieder kamen auch Asylsuchende zu Wort und konnten Einblick in ihren Alltag geben. Auch erläuterten sie den Einheimischen warum sie sich auf den gefährlichen Weg nach Europa gemacht haben, und warum sie sich gerade in Deutschland niederlassen wollen. So unterschiedlich die jeweiligen Biografien sind, es gibt Gemeinsamkeiten. Deutschland ist in der Welt als gastfreundliches Land bekannt, in dem es gute und kostenlose Bildung gibt und in dem man gut leben kann. Interessant, solche Informationen aus erster Hand zu bekommen – und nur eine Facette dieses beeindruckenden Festes, das mit vielen ehrenamtlichen Helfern auf die Füße gestellt wurde. Herzlichen Dank dafür.

    Es gab aber auch Momente, die nachdenklich stimmen. Etwa die Diskussion, ob der Staat nicht verpflichtet sei den Zuwanderern einen Führerschein zu ermöglichen. Sicher, mit Fahrerlaubnis bekommt man einfacher eine Arbeit. Aber es gibt auch Deutsche, die auf Arbeitssuche sind und sich keinen Führerschein leisten können. Únd es gibt Eltern, Omas und Opas, die sich den Führerschein für ihre Enkel vom Mund absparen müssen. Nein, es ist nicht richtig sozial Schwache gegen Asylbewerber auszuspielen.

    Asylbewerber bekommen nicht zu viel Unterstützung vom Staat. Aber viele Berufstätige verdienen zu wenig mehr, als Menschen im sozialen Netz. Das ist ungerecht, fördert Altersarmut und müsste bei unserer starken Wirtschaft nicht sein. Wir müssen die Verteilung hinterfragen.

    Christian Enz

     

    Ebenso kritisch zu hinterfragen ist auch der Kommentar einer jungen Syrerin. Mit Kopftuch bekleidet steht sie am Mikrofon – und erzählt, dass man sich im Bus von ihr weg setzt. Wohl, weil sie dieses Kopftuch trägt. Dabei, so die Rednerin, müssten sich die Deutschen doch daran gewöhnen. Ich frage mich: Wenn man nach Deutschland kommt, weil es dort schöner, besser oder sicherer ist als im eigenen Land. Darf man erwarten, dass sich die Deutschen anpassen? Oder wäre es nicht besser seine Dankbarkeit für die freundliche Aufnahme zum Ausdruck zu bringen – zum Beispiel in dem man Dinge unterlässt, die Einheimische stören? Vielleicht verlangt man den einheimischen Bürgern hier zuviel ab. Vielleicht formuliert man aus falsch verstandener Toleranz aber auch keine klaren Erwartungen an Menschen, die aus aller Welt nach Deutschland kommen. Ein fatales politisches Versäumnis.

    Als Freier Wähler trete ich für ein modernes Zuwanderungsgesetz ein. Es muss, beispielsweise wie in den USA, Kanada oder der Schweiz, möglich sein zu sagen, wer unsere Gesellschaft auf Dauer sinnvoll ergänzen kann. Auch muss es machbar sein zu entscheiden, wem man vorrübergend Asyl bietet – und wer das Land verlassen muss.

    Neben einem schnellen Abschluss der Asylverfahren ist eine rasche Rückführung abgelehnter Asylberwerber unverzichtbar. Die Möglichkeit, jeden Einzelfall bis Karlsruhe durchzuklagen, bringt unseren Staat an seine Grenzen. Das System ist hierfür nicht ausgelegt – wir brauchen Nachbesserung.

    Christian Enz

     

    Jedem muss klar sein, viele Asylbewerber fürchten um Leib und Leben. Ebenso gibt es Asylbewerber, die sich ein witschafltich besseres Leben erhoffen. Das ist verständlich – und wir würden an deren Stelle vermutlich auch in beiden Fällen den Weg nach Deutschland suchen. Es ist jedoch nicht möglich, alle Probleme dieser Welt auf deutschem Boden zu lösen – dies hat die Politik unkontrollierter Zuwanderung der Großen Koalition deutlich gemacht. Deshalb ist es mein politisches Ziel, die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern – um den Anreiz, seine Heimat Richtung Europa zu verlassen, zu verringern. Fairer Handel zählt da ebenso dazu, wie die Achtung von fremden Regierungen.

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